Was Sie schon immer übers Stillen wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten...

Vor und während der Stillzeit tauchen viele Fragen auf, die ich hier stichwortartig beantworten will...

 

 


Was darf ich in der Stillzeit essen?

In der Stillzeit empfiehlt sich, wie in der Schwangerschaft, weiterhin eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Rohes Fleisch, Fisch oder Rohmilchprodukte sind wieder erlaubt und es muss ansonsten auf nichts verzichtet werden. Trinke ausreichend, aber nicht über Deinen Durst, am besten Wasser oder ungesüßte Getränke. Günstigerweise trinkst Du Deinen Kaffee nach dem Stillen, die meisten Kinder reagieren auf einen maßvollen Kaffeegenuss nicht.

Wie lange dauert die Stillzeit?

Die WHO empfiehlt das ausschließliche Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten, wann eine Mutter ihr Kind abstillen möchte, ist eine individuelle Entscheidung. Jede Stillbeziehung ist ganz individuell.

Welche Medikamente darf ich in der Stillzeit einnehmen?

Wenn es sich in der Stillzeit nicht vermeiden lässt Medikamente einnehmen zu müssen, sollte das immer in Absprache mit einem Arzt oder der Hebamme erfolgen. Es gibt zahlreiche Medikamente die sich mit dem Stillen vereinbaren lassen. Informationen findest Du auch bei embryotox.


Kann ich weiter stillen, wenn ich schwanger bin?

Bei einer normal verlaufenden, problemlosen Schwangerschaft gibt es keinen Grund abzustillen, Du solltest Dich weiter gesund und ausgewogen ernähren. Dein Körper sorgt dafür, dass die Milch für das ungeborene Kind in passender Menge zur Verfügung steht. Das jüngere Kind hat immer Vorrang an der Brust.

Wann beginne ich mit der Beikost?

In meinem Blog findest Du zu diesem Thema einen ausführlichen Beitrag.

Wann sollte ich abstillen?

Die WHO empfiehlt die Ernährung mit Muttermilch für Säuglinge in den ersten sechs Monaten und darüber hinaus, so lange Mutter und Kind das möchten. Es gibt sehr wenige medizinische Gründe, aus denen abgestillt werden muss. Bevor Du eine vorschnelle Entscheidung triffst, bespreche das mit Deinem Arzt, Deiner Hebamme oder Deiner Still- und Laktationsberaterin IBCLC.


Ab wann schlafen Babys eigentlich durch?

Es ist nicht zu erwarten, dass Babys in den ersten drei Lebensjahren 'durchschlafen', der Schlaf von Kindern unterliegt einem ständigen Wechsel und verändert sich immer wieder, weil Dein Kind und sein Gehirn sich rasant weiterentwickeln. Da braucht es immer wieder Deine/Eure Nähe, um Halt und Geborgenheit zu spüren. Wenn Dich das Thema Babyschlaf genauer interessiert, dann schau mal hier. Zum Thema Babyschlaf findest Du auch bei 1001kindernacht gute Informationen, dieses Konzept ist ganzheitlich und bindungsorientiert ausgerichtet.

Muss ich meine Brust auf die Stillzeit vorbereiten?

Nein, Deine Brust bereitet sich von ganz alleine auf die Stillzeit vor. Während der Schwangerschaft stellst Du wahrscheinlich fest, dass sie etwas wächst und an pigmentierten Stellen etwas dunkler wird. Wasche sie möglichst mit klarem Wasser, um das Fett, das auch Deine persönlichen Duftstoffe enthält, die Mamille (=Brustwarze) geschmeidig hält und sich dort von alleine bildet, nicht abzuwaschen.

Muss ich einen Abstand von zwei Stunden zwischen den Stillmahlzeiten einhalten?

Nein. Beim Stillen ist kein Mindestabstand nötig, Dein Baby darf trinken, wann immer es möchte.


Muss ein Baby immer beide Seiten trinken?

Nein, muss es nicht. Manche Babys trinken gerne an beiden Seiten, manche nur an einer Seite und später bei der nächsten Mahlzeit dann an der anderen Seite. Manche machen es mal  so und dann wieder anders. Stillen nach Bedarf, heißt, Du bietest Deinem Kind die Brust an, wenn es Hungerzeichen zeigt, und es darf trinken, bis es von alleine, satt aufhört.

Muss ich selbst viel trinken, um genügend Milch zu haben?

Die Milchmenge reguliert sich nicht darüber wie viel oder was Du trinkst, sondern wie oft und wie effektiv Dein Baby an Deiner Brust trinkt. Es reicht völlig aus, wenn Du Dich nach Deinem Durstgefühlt richtest. Du kannst weder mit Stilltee noch mit Malzbier oder anderen 'Geheimtipp-Getränken' mehr Milch produzieren. Du verzichtest am besten auf Pfefferminz- und Salbeitee, da sie abstillend wirken.

Ist es normal, wenn das Stillen weh tut?

Nein, das Stillen sollte Dir keine Schmerzen bereiten. Am Anfang der Stillzeit kann es gut möglich sein, dass Deine Mamillen gereizt sind oder Du ein Prickeln oder Ziehen verspürst. Wenn Du aber Schmerzen hast, die nicht weggehen, benötigst Du Hilfe. Frage bitte Deine Hebamme, ob sie Dir beim Stillen helfen kann, und wenn ihr keine Lösung findest, dann melde Dich, damit wir einen Termin ausmachen können hier oder bei einer Kollegin. Du kannst Dir auch Unterstützung bei einer Stillgruppe der La Leche Liga oder der AfS holen, diese bieten ehrenamtliche Stillberatung an.


...schau immer mal wieder vorbei, es entstehen hier immer neue Beiträge...