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Plötzlich zu wenig Milch?

Stillkrise, gibt es das? 

Im Verlauf der Stillbeziehung kommt es manchmal zu Zeiten, in denen dein Kind mehr Milch bestellt und gefühlt ständig an die Brust möchte. Manchmal wird das missverstanden und die Mama denkt, ihre Milch reiche nicht mehr aus. Schnell wird zum Zufüttern mit einer Flasche geraten. Stille weiter nach Bedarf und beobachte dein Baby genau. Wenn es trinken darf wie es möchte, bestellt es sich in ein paar Tagen, die passende Milchmenge. Wenn du unsicher bist, dann hole dir Rat bei einer ehrenamtlichen Stillberaterin, z. B. bei der Lalecheliga oder bei der Afs (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder frage eine Stillbegleiterin oder eine Still-und Laktationsberaterin IBCLC, bevor Du beginnst evtl. unnötigerweise Zuzufüttern. 

Kläre in diesem Zusammenhang, ob Dein Baby ausreichend zunimmt (Frage deine Hebamme oder Deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt) und beobachte es genau. Ist es zufrieden, hat es Phasen in denen es vergnügt ist? Trinkt es evtl. so oft, weil es gerade sehr heiß ist? Habt ihr in letzter Zeit mehr Pausen gemacht, gehst du wieder Arbeiten/bist nicht so oft zur Verfügung? 

Stille nicht nach der Uhr, halte dich nicht an zeitliche Vorgaben. Stille in der Öffentlichkeit, lass dein Kind nicht warten. 

Wenn dein Baby am Anfang der Stillmahlzeit noch zufrieden trinkt und dann nach einer Weile zappelig wird, kann es sein, dass der Milchfluss möglicherweise zu sehr abgenommen hat, obwohl das Baby noch Hunger hat. 

Dann kannst du ihm helfen, indem du folgendes tust: Brustkompression, Wechselstillen (beide Brüste hin und her im Wechsel anbieten), häufiger Stillen, nachts öfter Stillen, viel Haut-zu-Haut Kontakt, Kuscheln! 

So wird der Milchspendereflex immer wieder neu ausgelöst und die Milchbildung kann in kurzer Zeit wieder deutlich gesteigert werden.

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