Milchstau und Mastitis

Ein Milchstau oder eine Mastitis können über die gesamte Stillzeit auftreten. 

 

Wenn deine Brust schmerzt und spannt, sich kleine verhärtete Stellen bilden, die evtl. warm sind, du dich aber nicht 'richtig' krank fühlst, kann das ein Milchstau sein. Breitet sich die Entzündung aus, und du hast Fieber über 38,4°C, starke Schmerzen, fühlst dich wie bei einer "Grippe" und hast evtl. Kopfschmerzen, dann könnte das eine Mastitis sein. 

 

Was kannst tun? 

 

Auf jeden Fall weiter stillen, wenn das Stillen nicht möglich sein sollte, gewinne vorsichtig von Hand oder mit einer Pumpe Milch. Vorsichtig! Nicht drücken, nicht schieben, nicht quetschen!

 

  • Wärme deine Brust vor dem Stillen und kühle sie etwas nach dem Stillen (verwende ein Kühlkissen, Kohlblätter oder Quark, keinen Retterspitz, der wegen der enthaltenen Öle nicht für Babys geeignet ist).
  • Lege dein Kind so an, dass es mit dem Unterkiefer zu der verhärteten Stelle hin liegt.
  • Melde dich bei deiner Hebamme oder einer Stillberaterin, damit sie dir helfen, dein Baby optimal anzulegen, da wunde Mamillen, oder Schmerzen einen Milchstau oder eine Mastitis begünstigen können.
  • Bitte lege dich ins Bett und ruhe dich aus, gib möglichst viel ab, besonders wenn du mehrere Kinder hast!
  • Bespreche mit deinem Arzt, deiner Hebamme oder deiner Stillberaterin, ob du Medikamente einnehmen kannst (z. B. Ibuprofen), die gegen die Schmerzen, die Entzündung und das Fieber wirken. 

Wann musst du zum Arzt? 

 

Wenn es mit oben genannten Maßnahmen nicht innerhalb von 24 bis spätestens 48 Stunden besser wird, oder dein Zustand sogar schlechter wird, zögere bitte nicht zum Arzt zu gehen, am Wochenende bitte in die Notaufnahme, denn es können Bakterien beteiligt sein, gegen die du ein Antibiotikum benötigst. Davon gibt es ausreichend stillverträgliche und eine verschleppte Mastitis ist wegen der Gefahr eines Absesses nichts, was du riskieren solltest. 

 

Hier findest Du weitere hilfreiche Infos:

 

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