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Sind etwa Schadstoffe in der Muttermilch?

Sind Schadstoffe in der Muttermilch? 


Wäre das ein Grund nicht zu stillen, oder abzustillen, weil diese nach 6 Monaten verstärkt aus dem Fettgewebe austreten? 


Immer wieder berichten Mütter, dass sie diese Informationen erhalten und sie dadurch verunsichert sind. 


Wenn Schadstoffe in der Muttermilch vorhanden sind {die Messmethoden sind in den vergangenen Jahren immer feiner geworden, und daher lässt sich mehr nachweisen als früher}, nimmt die Schadstoffbelastung in der Milch über die Stilldauer nicht zu, sondern ab. 


Verschiedene Schadstoffe (Pflanzen- und Holzschutzmittel, Dioxine, Per-und Polyfluoralkylsubstanzen, z. B. in Klärschlamm, Glyphosat und Chlorbleiche) wurden in den zurückliegenden Jahren zum Teil verboten oder stark reduziert, sodass diese Stoffe seit den 90er Jahren bzw. später, immer reduzierter auftreten. 


Die nationale Stillkommission empfiehlt daher seit 1996 keine generellen Muttermilchuntersuchungen mehr, nur noch in Ausnahmefällen. Natürlich möchte man als Mutter das Beste für sein Kind und es sicher nicht unnötig mit Schadstoffen belasten, da aber die Vorteile der Muttermilch im Vergleich zu künstlicher Säuglingsnahrung so gravierend sind, und auch diese Fertignahrungen nicht sicher schadstofffrei sind, ist das Stillen immer zu bevorzugen! 


Es werden keine Einschränkungen des Stillens auf Grund von möglichen Schadstoffen in der Muttermilch empfohlen. 


Stillen schont ganz nebenbei die Umwelt, ist nachhaltig und verhindert zudem eine weitere, unnötige, zusätzliche Schadstoffbelastung der Umwelt. 


(Quelle: Fremdstoffe und Krankheitserreger in der Muttermilch, ein Risiko für das Kind? Padberg S., Bührer C., Menzel J., Weikert C., Schaefer C., Abraham K. Bundesgesundheitsbl 2018, 61:960-970)

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