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Schlaf und Zeitumstellung

Zeitumstellung und Schlafen. Ein Thema um das es sich vielleicht in den nächsten Tagen bei euch dreht? 

Neugeborene schlafen tagsüber noch sehr viel und es ist völlig normal, wenn dein Kind an der Brust einschläft, auch lange nach der Neugeborenenzeit. Einerseits ist das Saugen an der Brust anstrengend und das Hormon Oxytocin, das im Körperkontakt ausgeschüttet wird, wirkt gemeinsam mit den schlaffördernden Stoffen aus der Muttermilch entspannend und schläfrigmachend (Sanchez CL et al.: Nutritional Neuroscience 2009; 12 (19),2-8). Die Schlafphasen verschieben sich mit der Zeit zunehmend in die Nachtstunden. Das ist sehr individuell und kann nicht exakt vorhergesagt werden. (Largo R: Baby Jahre, Piper München, 2007). Schlaf verläuft ohnehin phasenhaft und lässt sich nicht gut planen. 

Ob ein Baby müde ist, oder nicht richtet sich so wie auch bei dir, nicht nach der Uhr. Ebenso wie beim Hunger oder Durst, ist es nicht auf eine Zeit fixiert. Es entwickelt sich hormonbedingt ein Schlaf-Wach-Rhythmus (durch die Ausschüttung von Melatonin/Cortisol, oder die Vorläuferstoffe des Melatonins in der Muttermilch).

Außerdem spielt die Helligkeit/Dunkelheit eine Rolle für die Müdigkeit, der Gesamtschlafbedarf, der sehr individuell ist und die Verteilung über den Tag. Wann du also dein Kind ins Bett bringst, hängt davon ab, ob es müde ist und wie es in deinem Arm oder an deiner Brust zur Ruhe kommen kann und nicht von der Uhrzeit. Beobachte dein Kind und begleite oder stille es in den Schlaf, wenn es müde ist. 

Ich finde es hilfreich, wenn das Abendritual, wie z. B. Schlafanzug anziehen, Zähneputzen, Buchvorlesen… schon beginnt bevor dein Kind müde ist, denn sonst dauert es evtl. so lange, dass es 'über den Punkt' ist. Lass dich von der Zeitumstellung also nicht unnötig verwirren und achte bei dem was du tust, wie auch bei allem anderen, auf die Zeichen, die dir dein Kind sendet. Mehr Infos dazu bei 1001kindernacht.

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