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Zu viel Milch

Die Milchmenge passt sich normalerweise beim Stillen nach Bedarf an, gerade so wie es dein Baby braucht. Hin und wieder kommt es dennnoch zu einer Hypergalaktie (es wird mehr Milch gebildet als nötig) oder einem überaktiven Milchspendereflex. Wenn du bei dir und deinem Baby folgende Dinge beobachtest ist es sinnvoll, wenn du dir Unterstützung von einer Stillberaterin holst: Dein Baby wird beim Einsetzen des Milchspendereflexes unruhig weint oder drückt sich nach hinten weg, dein Baby lässt die Brust wieder los, wenn der Milchspendereflex einsetzt und scheint hastig oder würgend zu trinken, verschluckt sich oft, dein Baby hat sehr viel mit Blähungen zu tun, muss viel aufstoßen spuckt viel, dein Baby drückt beim Einsetzen des Milchspendereflex deine Mamille zusammen oder legt seine Zunge auf die Brustwarze, um den Milchfluss zu stoppen, es kann sein, dass deine Mamillen nach dem Stillen weiß verfärbt, verformt sind oder wund werden, dein Baby nimmt sehr gut zu, weil es viel Milch bekommt oder nimmt nicht gut zu, weil es nur die dünnflüssige Milch am Anfang der Stillmahlzeit zu sich nimmt, dein Baby hat gründlichen, schaumigen und explosionsartigen Stuhl, die Stillmahlzeiten dauern nur kurz und sind sehr unruhig oder es kommt es oft an die Brust, deine Brüste sind sehr prall und das Baby kann nicht gut ausreichend Brustdrüsengewebe erfassen. 

Manchmal hilft es, wenn man nur eine Brust pro Mahlzeit gibt. Möglicherweise kannst du auch über mehrere Mahlzeiten hinweg bei einer Brust bleiben, das nennt man Blockstillen, lese dazu einmal im Stilllexikon. Um hierbei keinen Milchstau zu riskieren, bespreche das Vorgehen am besten mit einer Stillberaterin. Diese kann dir auch Anlegepositionen zeigen, die dir bei einem starken Milchspendereflex helfen z.b. 'laid-back' oder 'intuitives Stillen' siehe hierzu auch das Buch von Regine Gresens 'Intuitives Stillen'. 

Du kannst auch einen Milchspendereflex auslösen, bevor du dein Kind anlegst, damit die Milch nicht so herausspritzt, wenn es trinkt. 

Pfefferminztee und Salbeitee können helfen die Milchmenge etwas zu reduzieren.

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