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Pralle Brust

 

Ganz zu Beginn der Stillzeit ist deine Brust noch weich und produziert kleine Mengen des wertvollen Kolostrums, der Milch für dein Neugeborenes. Wenn deine Brust in den ersten Tagen nach der Geburt anfängt Milch zu produzieren, ist es oft so, dass sie sich prall anfühlt. Dieser Phase begegnest du am besten, indem du dein Kind möglichst oft anlegst (mind. 10-14x/24 Std.), das regelmäßige Entleeren der Brust lässt den Milcheinschuss (die initiale Brustdrüsenschwellung) sanfter verlaufen.

 

Im Verlauf der Stillzeit kommt es vor allem in den ersten Wochen immer einmal wieder zu einem pallen Gefühl in der Brust, z.B. weil dein Kind überraschend lange schläft, es mehr bestellt hat als es braucht oder ihr irgendwie aus dem Takt gekommen seid. Biete deinem Kind deine Brust an, damit es sie entleeren kann, falls es aber gerade nicht möchte, oder zu tief schläft, zögere nicht deine Brust von Hand oder auch mit einer Milchpumpe etwas zu entleeren um den Druck zu nehmen, denn regelmäßiger Druck vermittelt über einen hormonellen Prozess die Drosselung der Milchproduktion. Das kann zwar in der Abstillphase hilfreich sein, nicht aber, wenn Du gerade noch weiter stillen willst oder deine Milchmenge ohnehin schon knapp ist.

Wenn du Stress vermeidest, deine Brust regelmäßig entleerst und dein Kind nach Bedarf stillst, kannst du am besten einen Milchstau verhindern.

 

Nach etwa 6 Wochen Stillzeit haben sich deine Brüste gut auf das Stillen und die benötigte Milchmenge eingestellt, sodass sie insgesamt weniger prall und voll sind. Du hast also nicht plötzlich zu wenig Milch, sondern es hat sich einfach alles gut eingependelt. Viele Kinder erleben in dieser Zeit einen Wachstumsschub und weinen mehr als gewohnt. Da sich Stillkinder gerne an der Brust beruhigen, wollen sie daher auch öfter an die Brust. In dieser Zeit kann es vorkommen, dass voll gestillte Kinder nicht mehr jeden Tag Stuhlgang haben, sondern dass auch mal bis zu 14 Tage nur Urin in der Windel ist. Das alles heißt nicht, dass du plötzlich zu wenig Milch hast, sondern dass dein Kind eigentlich ganz genau weiß was es tut. Stille also weiter nach Bedarf und lass dich nicht unnötig verwirren, wenn du dennoch unsicher bist, bespreche deine Fragen mit deinem Kinderarzt/Kinderärztin, deiner Hebamme oder einer Stillberaterin.

 

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