· 

Mit Nähe zum Kind die Flasche geben

Wenn Du nicht stillst, kannst Du, wenn Du Deinem Baby die Flasche gibst, darauf achten, dass es auch hierbei Nähe und Geborgenheit erfährt. Denn Stillen/Flasche geben ist nicht nur Ernährung, sondern auch Trost und Beruhigung im Körperkontakt und ein Moment in dem die Bindung gestärkt wird.

 

Dein Baby mag gerne mit Dir im Hautkontakt sein und es mag es, wenn ihr euch in die Augen schaut. Beim Stillen passiert das regelmäßig automatisch und Du kannst das beim Füttern mit der Flasche ebenso machen. Halte Dein Baby beim Flasche geben also eng an Deinem Körper und ermögliche ihm, dass es Haut-zu-Haut Kontakt hat. Beachte, dass Du die Seiten wechselst, damit es sich motorisch nicht nur nach einer Seite orientiert. Da Dein Baby Deinen Duft schon aus dem Fruchtwasser kennt, wird es auch gerne an Deiner Burst liegen, denn die kleinen Punkte rund um Deinen Mamillenhof enthalten die gleichen Duftstoffe, sodass Dein Baby sich dort besonders wohl fühlen wird.

 

Babys haben auch an der Flasche keinen festen Rhythmus, Du kannst Deinem Baby abgepumpte Muttermilch oder PRE-Nahrung (Folgenahrungen 1, 2, ... sind überflüssig) nach Bedarf geben und musst Dich nicht nach der Uhr richten. Beachte die feinen Zeichen, die Dir Dein Kind sendet, wenn es hungrig wird. Z.B. Lippen bewegen, schmazende Laute, saugen am Finger..., warte nicht bis es weint!

 

Bitte schiebe nie den Sauger gegen den Willen Deines Babys in den Mund, warte bis es ihn von selbst einlässt, suche eine Flasche mit einem möglichst kleinen Saugerloch aus, damit die Mahlzeit in den ersten Wochen ca. 20 min. dauert. Das Saugen dient auch der Beruhigung und ein Baby, das nicht an der Brust saugt, wird wahrscheinlich gerne an einem Beruhigungssauger saugen.

 

Kleiner Trick, damit Du sicher sein kannst, dass Dein Baby genau so viel trinkt, wie es mag und nicht weil die Flasche leer werden 'soll': Ziehe über die Flasche eine Socke, denn dann siehst Du nicht wie viel es getrunken hat und Du bist nicht verführt ihm mehr anzubieten, als es möchte.

 

Hier findest Du einen Artikel vom Hebammenlandesverband Thüringen, der für Dich interessant sein könnte.