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Nächtliches Stillen

Das nächtliche Stillen ist normal und das Stillkind hält so die passende Milchmenge aufrecht. Ich empfehle nachts nicht auf die Uhr zu schauen und auch die Stillmahlzeiten nicht zu zählen. Ob du das gemeinsame Schlafen in einem Zimmer (Cosleeping) oder das gemeinsame Schlafen in einem Bett (Bedsharing) bevorzugst, hängt von dir und deinem Kind ab und auch von der Größe deines Bettes. Bitte informiere dich zu den Sicherheitsmaßnahmen beim Cosleeping und Bedsharing, z.B. hier. Für viele Kinder ist es am leichtesten im Körperkontakt zu schlafen. Das Stillen reduziert das Risiko am plötzlichen Kindstot (SIDS) zu sterben um 50%.

Der Schlaf von Kindern entwickelt sich phasenhaft und die Schlafentwicklung zieht sich mindestens über 3 Jahre hin. Im Stilllexikon findest du gute Informationen zum nächtlichen Stillen bei Kinder über 6 bzw. 12 Monaten, was völlig normal ist. Wenn Du dennoch darüber nachdenkst, nachts nicht mehr stillen zu wollen, dann findest du hier Informationen dazu, wie du vorgehen kannst.

Das nächtliche Stillen dient nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern auch der Beruhigung auf der Suche nach Geborgenheit in der immer wieder beängstigenden Übergangssituation zwischen Wachen und Schlafen und macht daher Sinn. Ich empfehle hierzu den blog von Herbert Renz-Polster, der dazu ausfühlich schreibt.

Wenn ein Kind allerdings nicht gut gedeiht, das heißt nicht ausreichend zunimmt, vielleicht grünen, schaumigen Stuhl hat oder sehr unruhig und unzufrieden auch tagsüber ist, dann solltest du das mit deinem Arzt und deiner Stillberaterin besprechen, damit ihr die Gründe dafür herausfinden könnt, warum dein Kind in der nacht sehr oft gestillt werden will.